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RSSPrint
Herzlich willkommen

Unabhängig von Glaube, Religion und/oder Weltanschauung und selbstverständlich unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir laden ein zum Gespräch und zu den Veranstaltungen zum Thema Homosexualität und zu Themen queerer Lebensgestaltung.

Der Gesprächskreis begann seine Arbeit am 13. April 1982. Seitdem ermöglicht er Begegnung und Gespräch, setzt Impulse zur Integration und Gleichstellung homosexuell empfindender Menschen in Kirche und Gesellschaft. Der Gesprächskreis kämpft gegen Homophobie und Transphobie. Er befördert wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Sexualität und Geschlechtsidentität.

Wir treffen uns

• an jedem 2. Dienstag im Monat
• ab 18:30 Uhr Gesprächsmöglichkeit bei Tee, Kaffee, Keksen und Schmalzstullen
• um 19:30 Uhr Beginn des Themenabends (etwa 90 Minuten)
• hier im Gemeindesaal der Advent-Kirche, Eingang Danziger Straße 203 zwischen Kniprodestraße und Landsberger Allee

9. Juli 2019
Vortrag und Dia-Show mit Karl-Heinz Steinle

Räume für Träume Treffpunkte und Freiräume für Lesben, Schwule und Trans*Personen

Obwohl 1945 bald nach Kriegsende – in den Großstädten der Bundesrepublik – Lokale für Lesben, Schwule und Trans*Personen öffneten, blieben ihre Lebenswelten bis weit in die 1970er Jahre hinein größtenteils auf geschützte oder private Räume beschränkt. Nur in Ausnahmefällen sind solche Räume der Forschung ein Begriff, und noch seltener existieren visuelle Zeugnisse dieser Orte. Es konnte sein, dass sie nur einige Monate oder wenige Jahre eine Anlaufstelle waren – die Adresse eines aufgeschlossenen Vereins, einer gut sortierten Buchhandlung, eines Jahrgangs im Schwesternwohnheim oder einer Privatwohnung als Treffpunkt stand und fiel zudem mit einzelnen Personen. Wie können also ganz konkrete Orte, Treffpunkte und andere Freiräume für den Zeitraum 1945 bis 1970 ausfindig gemacht  werden? Wo waren sie, wie sahen sie aus, wie machten sie auf sich aufmerksam, wie waren sie zugänglich, wer waren die Gäste, wer war für sie verantwortlich, wer hat sie etabliert und verteidigt? Im Vortrag wird diesen Fragen nachgegangen und einige Orte und Protagonist_innen vorgestellt.
Bild: Streichholzbriefchen Pub 13 in Tübingen, 1969

Zur Einstimmung und zum Weiterlesen:

  • Karl-Heinz Steinle und Kirsten Plötz: Menüpunkt Treffpunkte und Freiräume, in: www.lsbttiq-bw.de/lsbttiq-geschichte-in-baden-und-wuerttemberg-erforschen/treffpunkte-und-andere-freiraeume/ (Stuttgart 2017)
  • Karl-Heinz Steinle: Repressionen, Chez Nous, (Bei) Gerda Kelch, Robby-Bar, Kleist-Casino, Eldorado, in: Maneo (Hg:): Spurensuche im Regenbogenkiez. Historische Orte und schillernde Persönlichkeiten. Maneo-Kiezgeschichte, Band 2, Berlin 2018
  •  Karl-Heinz Steinle: Räume für Träume. Auf der Suche nach Treffpunkten und anderen Freiräumen für Lesben, Schwule und Trans*Personen in der frühen Bundesrepublik, in: Küppers/Marbach (Hg.): Orte der Begegnung. Orte des Widerstands, Hamburg 2018

 

Letzte Änderung am: 16.06.2019