Zur Hauptnavigation springen Zur Suche springen Zum Inhalt springen
RSSPrint
Herzlich willkommen

Unabhängig von Glaube, Religion und/oder Weltanschauung und selbstverständlich unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir laden ein zum Gespräch und zu den Veranstaltungen zum Thema Homosexualität und zu Themen queerer Lebensgestaltung.

Der Gesprächskreis begann seine Arbeit am 13. April 1982. Seitdem ermöglicht er Begegnung und Gespräch, setzt Impulse zur Integration und Gleichstellung homosexuell empfindender Menschen in Kirche und Gesellschaft. Der Gesprächskreis kämpft gegen Homophobie und Transphobie. Er befördert wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Sexualität und Geschlechtsidentität.

Wir treffen uns

• an jedem 2. Dienstag im Monat
• ab 18:30 Uhr Gesprächsmöglichkeit bei Tee, Kaffee, Keksen und Schmalzstullen
• um 19:30 Uhr Beginn des Themenabends (etwa 90 Minuten)
• hier im Gemeindesaal der Advent-Kirche, Eingang Danziger Straße 203 zwischen Kniprodestraße und Landsberger Allee

24. April 2018


Gedenken und Reinigen der Stolpersteine Familie Jacks

Gemeinsam mit Ruth Winkelmann*), Cousine von Egon & Wilhelm Jacks, haben wir die Stolpersteine  in der Otto-Braun-Straße 87  für Egon Jacks, seinen Eltern Adolf & Rahel Editha sowie seinen Bruder Wilhelm gereinigt und wir erinnerten an die Stolpersteinverlegung am 27. April 2015.

Egon Jacks wurde am 27. Juli 1942 auf dem S-Bahnsteig des Anhalter Bahnhofs verhaftet. Das erste Vernehmungsprotokoll trägt die Überschrift: „Jude als Onanist!“, den roten Stempel „J“ sowie handschriftlich und unterstrichen das Wort „Jude“. ... "Der Beschuldigte habe sich vor und in der Herrentoilette umhergetrieben, ohne ein Bedürfnis zu verrichten. Außerdem gebe er zu sich für den Abend mit einem unbekannten Mann verabredet zu haben." ... Egon Jacks wurde am 15. August 1942 - das ist der Tag, an dem seit Mutter die Anklageschrift entgegennahm - mit dem 18. Transport von Berlin (Bhf. Putlitzstraße) nach Riga deportiert. Noch am Ankunftstag, dem 18. August, wurde er ermordet.

*) Ruth Winkelmann: »Und plötzlich hieß ich Sarah« Erinnerungen einer jüdischen Berlinerin 1933-1945. Hrsg. v. Heimatmuseum Reinickendorf
Hier finden Sie ein Video von der Stolpersteinverlegung am 27.April 2012

8. Mai 2018

Götz Wienold »Planet Grynszpan« 

Herschel Grynszpan, Paris 1938, Attentat eines Juden auf einen Deutschen. Ein Mord als Fanal? Mit homosexuellem Hintergrund? Von Heydrich und dem SD vorgeplant und angestiftet? Folge: die Novemberpogrome. Herschel Grynszpan, der Attentäter, gleichsam ein unheilvoller Planet.

Herschel Grynszpan, Attentäter von Paris, den Nazis willkommener Vorwand für die Pogrome an deutschen Juden im November 1938 als zentrale Figur eines zeitgeschichtlichen Stücks. Statt einer geschlossenen Sicht von Ereignissen bietet es drei unterschiedliche Versionen: Tötete Grynszpan, um die Welt aufzurütteln? Stand das Opfer, ein deutscher Diplomat, in homosexuellen Beziehungen zu ihm und zahlte nicht? Oder – eine wenig verfolgte, doch nicht unwahrscheinliche Hypothese – wurde Grynszpan von Heydrich und dem SD angestiftet, damit der lange vorausgedachte Terror gegen die Juden in Gang gesetzt werden konnte? Die dramatische Figur Grynszpan erscheint weder als „Guter“, noch als „Böser“, noch in tragischem Zwiespalt. Unbestimmt und unbestimmbar steht er zwischen den drei Blicken auf Attentat und Folgen. Herschel Grynszpan, ein anstößiger Planet mit historischer Wirkung – eine große Rolle.

Götz Wienold, geboren 1938, schreibt Erzählungen, lebt in Tokyo.

12. Mai 2018

Samstag, 12. Mai 2018 - 14:00 Uhr 
Kranzniederlegung Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
 
Unsere traditionelle Kranzniederlegung - Im Gedenken an den 73. Jahrestag der Befreiung (8. Mai 1945).

Treffpunkt vor dem Turm A Lagertor: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Oranienburg, Gelände des Zellenbaus

Gemeinsam mit dem Katte e.V. Potsdam gedenken wir mit einem Rundgang

  • zum Krankenbau an die "entmannten" Homosexuellen und an die Opfer der Euthanasie
  • zur Schuhprüfstrecke an die Opfer der Strafkompanie Schuhläufer
  • vor dem Sonderbereich der Isolierung (Baracken 11-12 und 33-36) an die jüdischen, homosexuellen Opfer
  • vor dem Folterpfahl an die Folteropfer
  • abschließend vor der Gedenktafel ein stilles Gedenken und Kranzniederlegung

[Bild: Unsere Kranzniederlegung am 6. Mai 1989 vor der Station Z]

Am 12. Mai 2018 wird auch das überarbeitete Totenbuch und Liste der Stolpersteine veröffentlicht. Es werden mehr als 20 neue Opfernamen und viele überarbeitete Opferschicksale veröffentlicht! 

10. Juli 2018

Peter Rausch: »Anteil des Arsches an der Menschwerdung des Affen«

Anteil des ArschesPenetrierte Männlichkeit und Heteronormativität.
Im Sommer 2016 verfügte Erzbischof Norberto Kardinal Rivera Carrera aus Mexiko-Stadt: "Der männliche Anus ist nicht dazu gemacht, etwas zu empfangen".
Mal im Ernst, wenn der menschliche männliche Anus nun aber geradezu gemacht war, etwas zu empfangen? Egal, ob erschaffen mit Doppelfunktion vom lieben Gott an einem seiner sechs Schöpfungstage. Oder von der Natur als Lustzentrum auserkoren in drei Millionen Jahren Mutation und Auslese.

14. August 2018

Am 14. August 2018 um 18:00 Uhr laden wir zu unserem traditionellem Sommerfest auf dem Hofgarten ein!
Wie jedes Jahr wird uns der Holzkohlengrill einheizen und sommerliche Unterhaltungsmusik zum Tanz aufspielen.
Eine Grundversorgung mit Grillgut wird vorbereitet, dazu ein Blech Pflaumenkuchen und ein Kasten Pilsener.
Weitere Zutaten für die Festtafel bitte mitbringen (möglichst vorher ankündigen).

 

Letzte Änderung am: 13.06.2018